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Im Rahmen der Fachtagung wurden drei Hamburger Unternehmen, die sich in der Ausbildung von Jugendlichen mit sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergründen beispielhaft hervortun, von Bürgermeister Ole von Beust und UVNord Präsident Uli Wachholtz mit dem Förderpreis von UVNord und der BQM ausgezeichnet.
Die diesjährigen Preisträger sind GO! Express & Logistics Hamburg AG, Unter souveräner Leitung der NDR-Moderatorin Julia-Niharika Sen wurde das Thema "Vielfalt" unter dem Blickwinkel wirtschaftlicher und sozialer Zukunftssicherung diskutiert. Keynotes und Diskussionsrunde bildeten einen exzellenten Einstieg in die Foren des Nachmittags. Hier wurden beispielsweise unter dem Motto "Von Machos, Emanzen, Warmduschern und Kopftuchträgerinnen" Geschlechterstereotype aufgearbeitet und Rückschlüsse für die betriebliche Wirklichkeit gezogen. Fotos: Jörg Müller, www.joergmuellerfotografie.de Deutlich wurde in allen Foren, dass erfolgreiche Integration ganz wesentlich von der Förderung der Kulturmittler abhängt, die mit und in mehreren Kulturen aufgewachsen sind und sich selbstverständlich in unterschiedlichen "Normalitäten" bewegen können. Mehrfach wurde hervorgehoben, dass Integration als zweiseitiger Prozess verstanden werden muss, bei dem allerdings die privilegierte Seite, in dem Fall die Mehrheitsgesellschaft, mehr Möglichkeiten hat, den ersten Schritt zu tun. Ebenso wurde darauf hingewiesen, dass es auf Seiten der Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine hohe Bereitschaft zur Partizipation in privaten und öffentlichen Unternehmen gibt, dass es aber aufgrund subtiler Barrieren und Diskriminierungen am Gefühl der Zugehörigkeit und des herzlich Willkommenseins mangelt. Zahlreiche hier lebende Jugendliche mit Migrationshintergrund formulieren ihr Bedürfnis, mit ihrer eigenen kulturellen Identität selbstverständlicher Akteur und Bürger der deutschen Gesellschaft sein zu können. Bodo Flaig belegte dies mit der Aussage von Tarek Badawia: "Ich werde nicht integriert, sondern ich integriere mich selbst". Besonders aufschlussreich war es, in diesem Zusammenhang die innovativen Ansätze aus Beratung, Privatwirtschaft und öffentlicher Verwaltung kennenzulernen. Beispiele für interkulturelle Öffnung, Diversity Management sowie Schulprojekte verdeutlichten, wie Vielfalt als Selbstverständlichkeit gelebt werden kann und wo die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft liegen.
"Für eine weltoffene und liberale Stadt wie Hamburg bedeutet kulturelle Vielfalt eine Bereicherung und große Chance.
Sie ist Voraussetzung für gesellschaftliche Entwicklung und wirtschaftliche Prosperität. Als gesellschaftliche Akteure
tragen wir eine besondere Verantwortung, Menschen mit Migrationshintergrund in unsere Gesellschaft und Jugendliche mit
Migrationshintergrund insbesondere in Ausbildung und Arbeit zu integrieren. Unternehmen, die auf dem Weltmarkt wie in
einer internationalen Stadt konkurrenzfähig sein wollen, sind auf junge Menschen mit interkulturellen Kompetenzen,
Erfahrungen aus anderen Kulturkreisen und Mehrsprachigkeit angewiesen."
Presseinformation zu den Preisträgern 2009
Das Projekt wird aus dem Europäischen Sozialfonds ESF und von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert. |
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