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Fachtagung und Preisverleihung am 7. Juni 2010Wer sich auf besondere Weise für Jugendliche mit Migrationshintergrund einsetzt, Ausbildungsplätze zu Verfügung stellt und interkulturell sensibilisiert, verdient Anerkennung. Das sehen auch Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Christa Goetsch und der Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig Holstein e. V. Uli Wachholtz so. Deswegen haben sie drei Hamburger Unternehmen mit dem Förderpreis "Vielfalt in Ausbildung 2010" ausgezeichnet. "Wir wollen die Ausgangsbedingungen für diese Jugendlichen verbessern, damit sie ihr Können in der Schule und in der Berufsausbildung voll entfalten können. Wenn sie zeigen können, was in ihnen steckt, wenn sie merken, dass ihnen jemand etwas zutraut und ihre Leistungen anerkennt, wachsen diese Jugendlichen nicht selten regelrecht über sich hinaus", sagte Goetsch am 7. Juni 2010 bei der Preisverleihung im Hamburger Rathaus. Die diesjährigen Preisträger sind: Kühne + Nagel AG & Co. KG, die Filiale der Auto Wichert GmbH in der Ulzburger Straße und Haar & Cosmetic by Mister No. Die ausgewählten Preisträger stehen mit Ihrem Einsatz stellvertretend für viele weitere preiswürdige Konzepte, die zur Ausschreibung des Förderpreises bei der BQM eingereicht wurden. Das Engagement der Unternehmen gibt wichtige Impulse für die berufliche Integration von Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte in Hamburg. Der Förderpreis wurde zum sechsten Mal gemeinsam von UVNord und der Beratungs- und Koordinierungsstelle zur beruflichen Qualifizierung junger Migrantinnen und Migranten (BQM) ausgelobt. Bei der begleitenden Fachtagung der BQM und UVNord berichteten und diskutierten hochrangige Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Bildung und Politik über innovative Praxisbeispiele und aktuelle Entwicklungen im Bereich der beruflichen Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. So sagte Dr. Thomas Liebig von der OECD in seinem Vortrag, dass gerade die hochqualifizierten Kinder von Migranten die vergleichsweise größten Schwierigkeiten hätten, eine angemessene Arbeitsstelle zu finden. "Und das ist eine Gruppe, bei der man kaum mit Sprachproblemen argumentieren kann", sagte er. Gründe für Lücken am Übergang von der Schule in den Beruf seien viel mehr fehlende Netzwerke, mangelnde Kenntnisse über den Arbeitsmarkt und Diskriminierung. "Zunächst müssen mehr Kontakte zwischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Arbeitgebern hergestellt werden – wir wissen, wenn sich die Jugendlichen beweisen können, dann werden diese Vorurteile auch ausgeräumt." Die Fachtagung wurde von der BQM gemeinsam mit UVNord veranstaltet und ist Teil des "Aktionsplans zur Bildungs- und Ausbildungsförderung junger Menschen mit Migrationshintergrund".
Presseinformation zu den Preisträgern 2010
Das Projekt wird aus dem Europäischen Sozialfonds ESF und von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert. |
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