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Vielfalt in Ausbildung und Arbeit 2011Gewinner vor großem Publikum ausgezeichnet Der Förderpreis "Vielfalt in Ausbildung 2011" geht in diesem Jahr an das Drogeriemarktunternehmen Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG, die Schacht & Westerich Papierhaus GmbH sowie die Rechtsanwaltskanzlei Bürogemeinschaft Schulterblatt 124. Alle drei Preisträger setzen sich laut Jury in ihrem Arbeitsumfeld auf ganz besondere Art und Weise für die Integration und die Ausbildungschancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ein.
Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Viviane Reding, gratulierte den Preisträgern per Videobotschaft und betonte: "Das Projekt Beratung Qualifizierung Migration ist ein hervorragendes praktisches Beispiel dafür, wie Integration erfolgreich gefördert und integratives Wachstum Realität werden kann. Denn leider schöpfen wir das enorme zur Verfügung stehende Potenzial immer noch nicht vollständig aus. Insbesondere dann, wenn Menschen einen anderen ethnischen Hintergrund, eine andere sexuelle Ausrichtung vorweisen."
Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch würdigte das Engagement der ausgezeichneten Unternehmen und hob die Bedeutung von kultureller Öffnung als Unternehmensstrategie hervor: "Jugendliche mit Migrationshintergrund haben es auf dem Ausbildungsmarkt deutlich schwerer, eine angemessene Lehrstelle zu finden, als ihre Altersgenossen, deren Eltern in Deutschland sozialisiert sind. Und darunter leiden nicht nur die betroffenen Jugendlichen und ihre Familien. Den Unternehmen gehen viele Talente verloren. Die Folge ist der Fachkräftemangel", so der Wirtschaftssenator.
Im Vorfeld der Preisverleihung fand die jährliche BQM-Fachtagung "Vielfalt in Ausbildung und Arbeit" statt. Eingeleitet wurde sie durch das Podiumsgespräch zu der Frage "Diversity Management – Strategie der Zukunft?". Prof. Dr. Klaus J. Bade, Vorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration, Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning von der Universität Duisburg-Essen, Airbus Operations Ausbildungsleiter Jan Balcke, Richard Deiss von der Generaldirektion Kultur und Bildung der Europäischen Kommission und die Journalistin Hatice Akyün diskutierten darüber, welche Hürden einer gleichwertigen Behandlung verschiedener Menschen entgegenständen und wie diese abzubauen seien.
Die Fachtagung wurde von der BQM Beratung Qualifizierung und Migration gemeinsam mit UVNord veranstaltet und ist Teil des "Aktionsplans zur Bildungs- und Ausbildungsförderung junger Menschen mit Migrationshintergrund".
Das Projekt wird aus dem Europäischen Sozialfonds ESF und von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert. |
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