Wissenschaftliche Bedarfsanalyse



BQM setzt wissenschaftliche Bedarfsanalysen zu verschiedenen Themenfeldern um.

 

Im Bereich der interkulturellen Öffnung von Bildung und Arbeit hat BQM zuletzt die qualitative Studie "Barrieren abbauen! Bedarfsanalyse zur Teilhabe von Frauen mit Migrationshintergrund am Hamburger Arbeitsmark" durchgeführt. Im Auftrag der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) sowie des Europäischen Sozialfonds ESF ermittelten die Autorinnen Hülya Eralp und Dr. Rita Panesar die Bedarfe von Frauen mit Migrationshintergrund über 25 Jahre bezüglich beruflicher Bildung und Arbeit in Hamburg und definierten Handlungsbedarfe und Angebotslücken.

 

Ausgangslage waren zahlreiche Studien, die belegen, dass Frauen mit Migrationshintergrund zu den Gruppen gehören, die auf dem Arbeitsmarkt am stärksten benachteiligt sind (Mehrfachdiskriminierung, Intersektionalität). So heterogen, wie die Gruppe ist: Fast alle Frauen mit Migrationshintergrund wenden mehr Zeit bei der Stellensuche auf als männliche Kollegen bzw. Frauen ohne Migrationshintergrund. Erfahrungswerte zeigten, dass Frauen mit Migrationshintergrund sich bei der Berufsberatung, Arbeitssuche oder in Unternehmen zahlreichen Vorurteilen ausgesetzt sehen, etwa wegen Hautfarbe, abweichendem Aussehen, nichtdeutsch klingendem Namen, Religionssymbolen, Sprachkenntnissen oder ihrem Akzent.

 

Das Autorinnen-Team führte eine qualitative Berfragung von Beratenden bei Trägern/Institutionen und Projekten durch, die als Schlüsselakteure/-innen über langjährige Erfahrungen in der Berufsberatung von Frauen mit Migrationshintergrund verfügen und Aussagen über Bedarfe treffen können. Von zwanzig interviewten Personen arbeiten sechszehn Befragte bei Trägern/Institutionen und Projekten. Darüber hinaus wurde jeweils eine Vertretung der Handwerkskammer Hamburg (ELBCAMPUS Kompetenzzentrum Handwerkskammer Hamburg), der Agentur für Arbeit Hamburg, des Jobcenters team.arbeit.hamburg und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften befragt.

 

"Im Zentrum der Studie standen unter anderem die Fragestellungen nach dem Grund der Unterrepräsentation von Frauen mit Migrationshintergrund auf dem Hamburger Arbeitsmarkt und welche Empfehlungen die Interviewpartner/-innen zur Veränderung arbeitsmarktpolitischer Rahmenbedingungen haben", erklärt Hülya Eralp.

 

"Außerdem haben wir herausgearbeitet, welche kompensatorischen Maßnahmen notwendig sind, um Frauen mit Migrationshintergrund stärker in Arbeit zu bringen, und welche Gelingensbedingungen für eine professionelle Beratung dieser Zielgruppe zu Arbeit und beruflicher Bildung geschaffen werden müssen", ergänzt Dr. Rita Panesar.

 

Interessierte können die Publikation "Barrieren abbauen! Bedarfsanalyse zur Teilhabe von Frauen mit Migrationshintergrund am Hamburger Arbeitsmarkt" gegen Erstattung des Rückportos von 1,45 Euro in Form von Briefmarken bei BQM/Monika Ehmke (Tel.: 040 334241-333/E-Mail: ehmke@kwb.de) bestellen.

 

Die Bedarfsanalyse steht auch als kostenfreies E-Paper zur Verfügung.

Kontakt

 

Dr. Oliver Borszik

KWB-Referent

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KWB-Referentin

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