Digitale Transformation: Veränderungen für Arbeit und Führung

HR Group in Kooperation mit Hamburg@work


"Arbeiten im digitalen Zeitalter bedeutet vor allem Allgegenwärtigkeit von Computern und Netzwerken – neue Tools und unterschiedliche Medien verändern die Zusammenarbeit und die Kommunikation", so startete Prof. Prisca Brosi ihren Vortrag bei der letzten HR Group am 2. April. "Kommunikation erfolgt im Zuge des digitalen Wandels zu einem großen Teil nicht mehr über das gesprochene Wort und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Führungsarbeit." Prof. Brosi (im Bild) lehrt Personalmanagement an der Kühne Logistics University und forscht zu den Themen Führung, Diversität und digitale Transformation. Zusammen mit den Gästen der HR Group warf sie einen genaueren Blick auf die Veränderungen in Arbeit und Führung durch den digitalen Wandel.

 



Die Digitalisierung bringt grundlegende Veränderungen für Unternehmen

 

Prof. Brosi lehrt Personalmanagement an der Kühne
Logistics University

Die Digitalisierung hat neue Geschäftsmodelle hervorgebracht, die sich durch eine stärkere Kundenorientierung auszeichnen und in erster Linie cloud- und plattformorientiert sind, stellte Prof. Brosi klar: "Das größte Taxiunternehmen besitzt keine Taxis, das größte Hotelunternehmen besitzt kein Grundeigentum, die größte Filmorganisation hat keine Kinos." Für Unternehmen sei es wichtig, den Spagat zwischen Stabilität, Stärke und Größe auf der einen und Flexibilität, Geschwindigkeit sowie Skalierbarkeit auf der anderen Seite zu schaffen.

 

Ist die Rede von digitaler Transformation, dann sind auch die Begriffe VUCA-Welt ((volatility (Volatilität), uncertainty (Unsicherheit), complexity (Komplexität) und ambiguity (Mehrdeutigkeit)) und disruptive Innovation nicht weit. "Aber diese Begriffe sind keine Erfindung des digitalen Wandels! Und jetzt stellen Sie sich vor, Ihr Job und Ihre Aufgaben wären plötzlich alles andere als komplex oder mehrdeutig – die Arbeitswelt wäre ohne VUCA definitiv langweilig und Sie würden sich nach einiger Zeit unterfordert fühlen", so Prof. Brosi. Denn schnelle Entwicklungen würden die Kreativität fördern und Herausforderungen schaffen, gleichzeitig steige dadurch aber auch der Stresslevel.

Wie müssen wir also Führung gestalten, um die Chancen der Digitalisierung – mehr Innovation – zu maximieren und die Risiken – erhöhter Stresslevel – zu minimieren?

 

Als einen elementaren Baustein nannte Prof. Brosi die Abkehr von der Fehleraversion hin zu einem Fehlermanagement. Werden Fehler als hilfreich für die Verbesserung bestehender Arbeitsprozesse gesehen, mindert dies den Stresslevel und steigert das Arbeitsengagement. Bei einer hohen Fehleraversion hingegen reagieren Menschen stärker gestresst und versuchen, Fehler für sich zu behalten.

 
Beim anschließenden Networking hatten die Gäste noch ausreichend Zeit, ihre persönlichen Fragen an Prof. Dr. Prisca Brosi zu stellen.

 

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