Inklusion ist bei BOHRMA fest verankert

Mitarbeiter der Firma BOHRMA beim SchweißenDer Inklusionspreis der Wirtschaft  wird jährlich vom UnternehmensForum, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesagentur für Arbeit und der Charta der Vielfalt an engagierte Unternehmen vergeben. Seit Februar diesen Jahres stehen die Sieger 2016 fest. In der Kategorie „Kleine Unternehmen“ konnte sich der Bohrsystemehersteller BOHRMA Maschinenbau durchsetzen. Die Firma stellt Spezial-Bohrtechnik her, die in alle Welt geliefert wird. Von 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben fünf eine Schwerbehinderung. Die Aufgabenerfüllung sowie die Zusammenarbeit innerhalb der Belegschaft verlaufen zu großer Zufriedenheit des Firmeninhabers Martin Himmelmann. Die KWB hat ihn zu seinem gesellschaftlichen Engagement und seinen wirtschaftlichen Überlegungen befragt.

 

 

Gratulation zum "Inklusionspreis der Wirtschaft", Herr Himmelmann!

In welchem Arbeitsbereich sind bei BOHRMA Maschinenbau Menschen mit Handicap beschäftigt?

Die Mitarbeiter sind bei uns entsprechend ihrer Qualifikation und Beeinträchtigung in allen Bereichen der Produktion eingesetzt.


Gruppenbild der Firma BOHRMA (3. v. r.: Martin Himmelmann)Was hat Ihnen den Anstoß gegeben, Menschen mit Handicap einzustellen?
Unsere Firmenphilosophie und das gesellschaftliche Engagement sowie der demografische Wandel. Das hängt auch damit zusammen, dass es für bestimmte Tätigkeiten schwieriger wird, gute Mitarbeiter zu finden. Hierbei besteht die Möglichkeit für Arbeitsplätze mit einer geringeren Anforderung entsprechendes Personal einzubinden.


Was für ein gesellschaftlicher Anspruch steht hinter Ihrem Engagement?

Die christlich-soziale Verantwortung sich als Unternehmer für die Gesellschaft und das Allgemeinwohl zu engagieren. Wir möchten Menschen, die es nicht so leicht haben in der Arbeitswelt einen Platz zu finden, eine Chance geben.


Kann Inklusion auch zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen?
Die Mitarbeiter sind voll in die Produktion eingebunden und leisten dadurch ihren Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Mitarbeiter mit Handicap sind teilweise motivierter als andere Mitarbeiter. Sie sind froh und dankbar im Berufsleben zu stehen, für Ihre Arbeit ordentlich entlohnt zu werden und einen Beitrag zum Sozialsystem leisten zu können.


Mitarbeiter der Firma BohrmaHaben Sie bei der Inklusion Unterstützung von außen bekommen?
Ja, durch das regionale Netzwerk "Perspektiva" – ein mittlerweile von 85 Fuldaer Unternehmern getragener gemeinnütziger Verein. Eine weitere Stütze bei der Inklusion ist das Integrationsprojekt "Fulda Futur". Es funktioniert als Schnittstelle zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Einem Unternehmen unserer Größe wird der bürokratische Aufwand bei der Eingliederung von Mitarbeitern mit Handicap dadurch erleichtert.


Welche Erfahrungswerte und Ratschläge haben Sie für andere Unternehmen, die Menschen mit Handicap anstellen wollen?
Sich einfach auch mal auf die Menschen mit Handicap einlassen. Man sollte versuchen, für jeden Mitarbeiter den Arbeitsplatz entsprechend seiner Beeinträchtigung zu finden.


Was bedeutet es Ihnen, den Inklusionspreis der Wirtschaft erhalten zu haben?
Freude und Überraschung darüber, diesen Preis für unser Engagement und für die Region Fulda erhalten zu haben. Ein wenig Stolz ist natürlich auch dabei. Es ist eine Anerkennung der für uns selbstverständlichen Integration und Beschäftigung von beruflich benachteiligten Menschen.

 

Fotos: © Kathrin Harms

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Kontakt

Dr. Oliver Borszik
KWB-Referent
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